Partizipative Bauprojekte

 

 "Wir gestalten Sozial- und Spielräume gemeinsam!"

Seit vielen Jahren realisiert ALEA mit lokalen Partner_innen bundesweit Projekte, bei denen insbesondere die Partizipationsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen, aber auch der Eltern, Lehrer_innen und der anderen sozialräumlichen Akteure im Fokus stehen. Die Einzigartigkeit unserer Projekte besteht in der Beteiligung aller generationsübergreifenden Altersklassen. Die Möglichkeiten zur Teilnahme gehen weit über die Planungsphase hinaus. Wir integrieren die Teilnehmenden ebenfalls in die kreative Gestaltungsentwicklung und eine tatkräftige Bauphase. Dies fördert die Identifizierung mit dem Produkt und dem Gemeinwesen und gleichzeitig die nachhaltige Entwicklung und Stabilisierung persönlicher und sozialer Ressourcen bei den Beteiligten.

Konzept

 

Unter der Prämisse, gemeinsam zu planen, zu bauen und zu gestalten, stellen wir Ihnen ein Konzept für Partizipationsprojekte vor, in denen sich Heranwachsende aktiv ihren Lebens- und Lernort aneignen können. Es gilt, einen schöpferischen Prozess zu ermöglichen, der ihren Handlungsraum erweitert und die Veränderung von geschützten Räumen zur freien Entfaltung zulässt.

Die Frage nach den individuellen Wünschen der Kinder und Jugendlichen zur Raumgestaltung muss an diese selbst gerichtet sein. Wie stellen sie sich ihren Sozialraum vor und was für Möglichkeiten kann man ihnen bieten, ihn aktiv mitzugestalten und mitzubestimmen?

Um der jugendlichen Generation bestmögliche – körperliche wie kognitive – Entwicklungschancen bieten zu können, ist es von eminenter Bedeutung, sie mit ihren Interessen in Planungsprozesse einzubinden!

 Wir moderieren runde Tische mit den unterschiedlichen Interessengruppen und sorgen für tragfähige Kompromisse bei Interessengegensätzen.

 

 

 In der Umsetzungs- und Bauphase involvieren wir die jungen Akteure und auch Eltern und Anwohner_innen soweit wie eben möglich in die Konstruktions- und Gestaltungsprozesse.

Sie werden von unseren pädagogisch geschulten Fachkräften in Werkzeuge und Maschinen eingewiesen und bekommen unter unserer Leitung Verantwortung für Teilprodukte übertragen.

Viele Hände wirken intensiv ineinander und in relativ kurzer Zeit entstehen Spiel-  und Bewegungsräume mit hohem Gebrauchswert und hohen Qualitätsstandards.

 

Die erforderliche und erfolgreiche TÜV- bzw. Dekra-Abnahme ist das Gütesiegel für die geleistete Arbeit.

 Die hohe Motivation und die intensiven Selbstwirksamkeitserfahrungen während des gesamten Prozesses verankern sich nachhaltig im emotionalen Gedächtnis aller Beteiligten.

 

"Jedes Produkt sieht anders aus und passt zur Einrichtung"

 Stefanie Lambrecht, Fachdienstleiterin Kinderbetreuung in Marburg

 

Das Konzept ist gerichtet an Schulen, Kitas, Kindergärten, Jugendhilfeeinrichtungen, private Initiativen, Städte und Gemeinden.

 

 

Planung

 

Nach der Entscheidung für ein Projekt kommen Vertreter_innen aller beteiligten Organisationen (Kommunen, Schulen, Gartenämter, ALEA etc.) zu einem ersten runden Tisch zusammen um die Rahmenbedingungen abzusprechen.

 

Danach wird mit interessierten Kindern oder Jugendlichen ein erstes Planungstreffen vereinbart. Das vorgesehene Gelände wird begangen und Ideen und Anregungen zur konkreten Gestaltung des Projekts werden gesammelt. In Bildern oder Modellen werden die Ideen und Wünsche der Kinder transparent gemacht. Auch die Ideen und Ziele der Erwachsenen (Eltern, Anwohner_innen, Lehrer_innen, Erzieher_innen, …) werden erhoben und in die Planung  einbezogen.

 

 In dieser Phase ist es die Aufgabe der Trägerorganisation für das Projekt zu werben, so dass für die Bauphase ausreichend freiwillige Helfer_innen (Kinder, Jugendliche, Eltern, Interessierte…) zur Verfügung stehen. Unsere Aufgabe ist es dann, in konkreten Planungsskizzen auf der Basis des finanziellen Budgets und der technischen Umsetzbarkeit möglichst viele Vorstellungen aller Beteiligten umzusetzen.

 

In einem zweiten runden Tisch wird das Konzept vorgestellt, diskutiert, ggf. modifiziert und verabschiedet.

 

Die Kalkulationen der Materialkosten, Material- und Werkzeuglisten werden seitens ALEA erstellt. Nach Abstimmung der Eckdaten regelt ALEA die Materialbeschaffung und stellt das notwendige Werkzeug zur Verfügung.

Bauphase

 

Die Bauphase startet am ersten Tag mit einer großen Runde für alle Beteiligten. Unsere Mitarbeiter_innen erläutern das Projekt und es erfolgt eine erste Basiseinweisung in Werkzeuge und Maschinen. Es formieren sich Gruppen für die einzelnen Bauwerke und dann geht es bald los: Holz muss vermessen und zugeschnitten werden, Krummholz muss geschliffen werden, Erdlöcher werden ausgehoben oder mit dem Erdbohrer gebohrt, die Deko-Gruppe sammelt erste Ideen zur ästhetischen Gestaltung usw.

Im Tagesverlauf gibt es nach Bedarf kurze Reflexionsrunden, in denen der Baufortschritt, und die Zusammenarbeit ausgewertet werden.

Da wir ausschließlich mit Rohmaterialien arbeiten, können Änderungswünsche und kreative Ideen auch noch kurzfristig umgesetzt werden.

Im Lauf der Projektphase werden viele Hände gebraucht: Beim Betonieren der Grundgerüste und beim Einbringen des Fallschutzes.

Spannung entsteht immer kurz vor der TÜV-Abnahme. Gemeinsam mit der Fachleuten des TÜV oder der Dekra werden die Geräte im Detail begutachtet. Kleinigkeiten werden direkt angepasst. Danach ist der Jubel über das Geschaffte groß.

Am letzten Bautag wird der Spielplatz in einem feierlichen Akt, an dem Vertreter_innen von Politik und Verwaltung und immer auch die regionale Presse anwesend sind, an die zukünftigen Nutzer_innen übergeben.

 

Nachklang 

 

Auch wenn die Bauwerke nach Fertigstellung in den Besitz der Gastgeber_innen und somit in ihre  Verantwortung übergehen, greift dennoch unser abgestuftes Fürsorgekonzept.

Eine Inspektion unmittelbar nach der Eröffnung und der sicherheitstechnische Abnahme gewährleistet Sicherheit im Detail: Sind alle Schrauben fest, wurde etwas Wichtiges übersehen, gibt es noch Gefahrenpunkte oder zeigt sich nach der ersten Spielbelastung eine Schwachstelle? Hier wird direkt nachgearbeitet und optimiert.

Nach den ersten Nutzungsmonaten, wenn also alles "eingespielt" ist, nehmen wir Kontakt zum/r Gastgeber_in auf und erhalten erste Eindrücke und ggf. Wünsche für Verbesserungen. Diese werden in der 2ten Inspektion, dem  sog. Nachklangcheck abgearbeitet.

Selbstverständlich erfüllen wir auch danach noch die gesetzliche Gewährleistungspflicht - wie ein ganz normaler Spielgerätehersteller.

Wir stehen unseren "Gastgeber_innen" auch zur Seite, wenn es um Ersatzbeschaffung oder Veränderungen der Geräte geht. Bezugsquellen, technische Hinweise oder andere Hilfen stellen wir gerne zur Verfügung.

 

 

„Ich habe nicht nur handwerklich viel mitgenommen, sondern auch eine viel bessere Verbundenheit 

in unserer Klasse“

Schülerin Gymnasium 11. Klasse

 

„Anfangs war ich skeptisch. Aber schon sehr bald zeigte sich, dass die Skepsis völlig unberechtigt war.  Planung und Durchführung, fachliches Know-how und viel Erfahrung haben das Projekt zu großem Erfolg geführt.“

 Tobias Meinel, Schulleiter

Beispielhaftes Ablaufszenario

 

  •  Entscheidung für das Projekt
  •  Erster „Runder Tisch“
  •  Bedarfserhebung bei und mit den zukünftigen Nutzer_innen
  •  Ggf. Malaktion oder Modellbau
  •  Erster Konzeptentwurf 
  •  Zweiter „Runder Tisch“: Konzeptvorstellung
  •  Erstellung von Detailskizzen
  •  Baustellenvorbereitung
  •  Bauphase
  •  Feierliche Einweihung und Übergabe des Spielplatzes
  •  Nachklang

 

 Unsere Leistungen:          Produkt- und Prozesskompetenz aus einer Hand!

 

 

Produktkompetenz

  • Produktvorschläge
  • Konzeptionsentwicklung
  • Werkzeuge und Maschinen auch für große Gruppen (über 100 Personen)
  • Materialbeschaffung und Logistik
  • Fachliche und pädagogische Anleitung und Begleitung
  • Berücksichtigung aller sicherheitsrelevanten Aspekte während der Bauphase
  • Einhaltung der EN 1176 / Organisation und Begleitung der TÜV-Abnahme.

 

Prozesskompetenz

  • Moderation der Vorgespräche
  • Kontinuierliche Begleitung des Prozesses
  • Kooperation mit den pädagogischen Fachkräften des Trägers
  • Pädagogische Interventionen für die Gruppe / für einzelne Kinder / Jugendliche
  • Steuerung von Reflexionsprozessen und der Gesamtauswertung

 

 

Wir garantieren

  • Sämtliche Spiel- und Bewegungsgeräte entsprechen der EN 1176
  • Alle Werkzeuge und Maschinen werden seitens ALEA zur Verfügung gestellt.
  • Die fristgerechte Fertigstellung ist garantiert.
  • Die Haltbarkeit des Produkts ist gewährleistet.
  • Gewährleistung nach den gesetzlichen Vorgaben
  • Sichere Einhaltung des eingeplanten Budgets
  • Auch beim Thema Wartung und Reparatur sind wir zuverlässig, sprechen sie uns an!
  • Wir sind ihr verlässlicher Partner bei Wartung und Reparatur
  • Wir führen "Aktualisierungsprojekte " für Bewegungs- und Begegnungsräume durch

 

Mögliche Handlungsspielräume

 

  • Umgestaltung von Schulhöfen zu Spiel- und Bewegungslandschaften
  • Klettergerüste und Kletterwände
  • Öffentliche Räume und Plätze
  • Spielplatz- und Schulhofgestaltung
  • Außen- und Innenraumgestaltung von Krankenhäusern, Seniorenwohnheimen, Jugendhäusern, Sportstätten, etc.
  • Dorf- und Stadtteilprojekte  

„Wir als Profis können von ALEA handwerklich etwas lernen.“

Grün- und Straßenbetriebe Celle

Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre (PDF)

Fittnessparcour Martin-Luther-Schule Marburg 

Oktober 2018

 

Neue Bewegungsangebote auf dem Schulhof

Juni 2019